Muse Wonder und Wonder Full in Muse Code: Pläne, Preise und der Bug am Launch-Tag
Metas erste Frontier-Modelle sind am 12. Oktober erschienen, zusammen mit einem neuen Maximum-Plan für 200 $. Welcher Muse-Code-Plan Wonder oder Wonder Full bekommt, was Wonder in der API neben Spark 1.3 kostet und ob sich ein Upgrade lohnt.
Was am 12. Oktober erschienen ist
Am 12. Oktober 2026 hat Meta Muse Wonder und Muse Wonder Full veröffentlicht — laut Meta die ersten Frontier-Modelle des Konzerns und die bislang leistungsfähigsten. Sie sind größer als Muse Spark, das Meta auf niedrige Latenz ausgelegt hat, und wurden in Metas Rechenzentrum Prometheus in Ohio trainiert. Beide stehen in Muse Code seit dem ersten Tag zur Verfügung.
Verkauft werden die beiden Modelle allerdings unterschiedlich:
- Muse Wonder gibt es in Muse Code und in der Meta Model API als
muse-wonder-1.0. - Muse Wonder Full gibt es nur für Muse-Code-Abonnenten in den Plänen Power und Maximum. In der API ist es nicht verfügbar, einen Preis pro Token gibt es nicht.
Meta stellt zwei Verhaltensweisen heraus. Active Memory nimmt relevanten Kontext von einer Unterhaltung in die nächste mit. Active Focus bleibt an einem Ziel dran: Das Modell probiert andere Ansätze aus, fängt sich nach Fehlern und fragt vor wichtigen Schritten nach. Zielgruppe sind Expertendomänen wie Recht, Finanzen und Gesundheit — und Coding an der Spitze des Machbaren.
Welcher Muse-Code-Plan enthält Wonder Full?
Nur die beiden teuersten. Zusammen mit Wonder hat Meta einen vierten Plan eingeführt, Maximum Usage für 200 $ im Monat:
| Plan | Preis | Nutzung im Vergleich zu Everyday | Muse Wonder | Muse Wonder Full |
|---|---|---|---|---|
| Everyday Usage | 5 $/Monat | 1× (10–50 Prompts alle 5 Stunden) | Ja | Nein |
| High Usage | 15 $/Monat | 5× | Ja | Nein |
| Power Usage | 50 $/Monat | 20× | Ja | Ja |
| Maximum Usage | 200 $/Monat | 80× | Ja | Ja |
Falls du unseren Vergleich von Meta Muse und Muse Code schon kennst: Zwei Dinge haben sich geändert. Erstens sind die Multiplikatoren gestiegen. Zum Start im August lag High bei 3× und Power bei 10×; am 21. September zeigte Metas Abo-Seite 5× und 20× zum gleichen Preis. Angekündigt hat Meta das nicht, das genaue Datum der Änderung ist also unbekannt. Zweitens haben jetzt beide Produkte einen Plan namens Maximum — 100 $ im Monat für den Consumer-Agenten Muse, 200 $ im Monat für Muse Code. Prüf bei einer Quittung oder einem Forenbeitrag, um welches Produkt es geht, bevor du Zahlen vergleichst.
Upgrades greifen sofort und werden anteilig berechnet. Downgrades gelten ab dem nächsten Abrechnungszeitraum. Bezahlte Nachkäufe gibt es nicht: Ist dein Kontingent aufgebraucht, machst du ein Upgrade oder wartest, bis es sich erneuert — mit Maximum bleibt dir nur das Warten.
Was Wonder in der API kostet
Über die Meta Model API kostet muse-wonder-1.0 deutlich mehr als Spark 1.3, und eine günstigere Contributor-Variante gibt es nicht:
| Pro 1M Token | muse-wonder-1.0 |
muse-spark-1.3 |
muse-spark-1.3-contributor |
|---|---|---|---|
| Input | 4,00 $ | 1,25 $ | 0,10 $ |
| Gecachter Input | 0,20 $ | 0,15 $ | 0,002 $ |
| Output | 20,00 $ | 4,25 $ | 0,20 $ |
Das Rate-Limit liegt bei 3.000 Requests pro Minute. TechCrunch ordnet den Preis in derselben Region ein wie GPT-6 Sol und Claude Opus 5.5, und laut Listings von Drittanbietern ist Wonder in der API noch als Preview gekennzeichnet.
Was das praktisch bedeutet, zeigt eine hypothetische Agenten-Aufgabe, die 200.000 ungecachte Input-Token liest und 20.000 Output-Token schreibt:
- Spark 1.3: 0,2 × 1,25 $ + 0,02 × 4,25 $ = 0,25 $ + 0,085 $ = rund 0,34 $
- Wonder: 0,2 × 4,00 $ + 0,02 × 20,00 $ = 0,80 $ + 0,40 $ = 1,20 $
Bei gleicher Token-Menge kostet das grob das 3,6-Fache. Bei Output-lastiger Arbeit wird der Abstand noch größer, weil Wonders Output-Preis fast fünfmal so hoch ist wie der von Spark. Ob Wonder für dieselbe Aufgabe mehr oder weniger Token braucht als Spark, hat Meta nicht veröffentlicht — miss das also an deinen eigenen Aufgaben. Wenn du deine API-Keys stark beanspruchst, kann ein Abo günstiger sein; die Preisseite hat einen Rechner dafür.
So wechselst du in Muse Code das Modell
Mit /model. Seit CLI 1.4.5 kannst du direkt eine Modell-ID übergeben, zum Beispiel:
/model muse-wonder-1.0
/model ohne Argument öffnet die Auswahl. Eine eigene Modell-ID für Wonder Full nennt Metas Dokumentation nicht. Wenn du Power oder Maximum hast, wähl es also in der Auswahl aus, statt eine ID zu raten. Erkennt Muse Code /model <model-id> nicht, prüf muse --version und aktualisiere zuerst.
Der Nutzungs-Bug am Launch-Tag
Am Launch-Tag berichteten Nutzer, dass Wonder und Wonder Full ihre Plankontingente ungewöhnlich schnell aufbrauchten. Alexandr Wang, Metas Chief AI Officer, bestätigte, dass die Wonder-Nutzung fälschlich auf die Limits angerechnet wurde. Noch am selben Tag erklärte Meta, das Problem sei gefunden und behoben und die Nutzung zurückgesetzt. Einige Nutzer berichteten danach noch von Nachwirkungen.
Was daraus folgt: Beiträge vom Launch-Tag nach dem Muster „drei Prompts haben die Hälfte meiner Woche gefressen“ taugen nicht als Maßstab dafür, wie weit ein Plan mit Wonder reicht. Meta hat für seine Pläne keine Nutzungskosten pro Modell veröffentlicht. Ehrlich gesagt weiß deshalb außerhalb von Meta noch niemand, wie weit das Kontingent reicht. Sinkt dein Kontingent weiterhin schneller als erwartet, prüf zuerst, ob der Reset bei deinem Account angekommen ist, bevor du Schlüsse ziehst.
Wie gut ist es?
Die meisten Zahlen stammen bislang von Meta. Laut Meta ist Wonder vergleichbar mit Fable 5.1 und GPT-6 Astra und schneidet auf MemoryBench in Metas eigenen Tests besser ab als Fable, Opus und Astra. Die Launch-Unterlagen führen außerdem Harvey LAB, FocusBench und SWE-Marathon an.
Unabhängige Zahlen gibt es kaum. Berichteten Ergebnissen des Artificial Analysis Intelligence Index zufolge kommt Claude Opus 5.5 auf 58, Wonder Full auf 56 und Wonder auf 52. Damit liegt Wonder Full nah an der Spitze des Feldes, aber nicht klar davor. Meta zufolge wurden die Modelle unter dem eigenen Superintelligence Scaling Framework entwickelt, und ein Sicherheitsbericht sei „bald verfügbar“; zum Launch lag er noch nicht vor.
Der Contributor-Modus ist standardmäßig an
Abos von Muse Code laufen standardmäßig im Contributor-Modus: Im Gegenzug für mehr Nutzung im Plan darf Meta deine Inhalte zum Training künftiger Modelle verwenden. Mit CLI 1.4.6 wurde das für Abonnenten zum Standard. Du kannst den Modus in /settings abschalten; danach werden künftige Inhalte nicht mehr verwendet, dein Nutzungskontingent sinkt aber — um wie viel, sagt Meta nicht. Wonder und Wonder Full funktionieren in beiden Modi. Unsere Analyse Contributor vs. Standard geht genauer auf diesen Tausch ein.
Lohnt sich ein Upgrade auf Power oder Maximum?
- Bleib bei Everyday oder High, wenn Spark 1.3 deine Arbeit schon gut erledigt. Das normale Wonder bekommst du in jedem Plan und kannst es ohne Upgrade an schwierigen Aufgaben ausprobieren.
- Wechsle zu Power (50 $), wenn du Wonder Full willst oder mit High regelmäßig an dein Kontingent stößt. Upgrades werden anteilig berechnet — für den Rest eines Abrechnungszeitraums kostet der Test also weniger als ein voller Monat.
- Zieh Maximum (200 $) nur in Betracht, wenn du schon mit Power regelmäßig an die Grenzen kommst. Du bekommst dieselben Modelle wie mit Power — der einzige Unterschied ist die vierfache Nutzung.
- Nimm die API für geskriptete Abläufe oder CI-Jobs mit Wonder. Wonder Full gibt es dort allerdings zu keinem Preis.
Gib der Nutzungsmessung nach dem Launch ein, zwei Wochen Zeit, sich einzupendeln, bevor du einen Plan nach seinem Verbrauch beurteilst. Die Consumer-App Muse läuft noch auf Spark 1.3; laut Meta kommt Wonder dort „bald“, zuerst für Abonnenten. Mehr zu Spark 1.3, dem weiterhin günstigeren Standardmodell, steht in unserem Beitrag zu Muse Spark 1.3.