Muse Code installieren unter macOS, Linux und Windows (WSL2)
Es gibt keine Desktop-App für Muse Code und keinen Windows-Installer — nur eine einzeilige Installation im Terminal. So bringst du den Agenten auf dem Mac, unter Linux und unter Windows per WSL2 zum Laufen, und so gehst du mit VS Code um.
Der „Download“ ist ein einziger Befehl
Wer nach einem Muse-Code-Download sucht, erwartet eine .dmg, eine .exe oder eine Seite im App Store. So etwas gibt es nicht. Muse Code ist ein Kommandozeilenprogramm, und der offizielle Weg dorthin ist Metas Installationsskript:
curl -fsSL https://dev.meta.ai/install.sh | bash
Das Skript legt ein muse-Binary in deinen PATH; muse --version bestätigt, dass es geklappt hat. Wenn du ein Remote-Skript nicht direkt in deine Shell pipen willst, lade es zuerst mit curl -fsSL https://dev.meta.ai/install.sh -o install.sh herunter, lies es und führe es dann aus. Mehr steckt auf keiner unterstützten Plattform hinter dem Download — was sich ändert, ist nur, wo du den Befehl ausführst.
macOS und Linux
Auf einem Mac oder einem Linux-Rechner öffnest du ein Terminal und führst den Befehl oben aus. Zwei Dinge solltest du vor der ersten Session wissen:
- Wenn
musenach der Installation nicht gefunden wird, öffne ein neues Terminalfenster, damit deine Shell den PATH neu einliest. - Beim ersten Start meldest du dich an. Wenn du
musein einem Projektverzeichnis startest, öffnet sich dein Browser zur Anmeldung auf dev.meta.ai mit einem Meta-Developer-Account. Die Zugangsdaten werden gecacht, du musst das also nicht in jeder Session wiederholen. Auf Servern, CI-Runnern und anderen Headless-Maschinen lässt du den Browser weg: Erzeuge im Model-API-Dashboard einen Key und exportiere ihn alsMODEL_API_KEY.
Danach wechselst du per cd in ein Git-Repository und startest muse. Unser Einstiegsguide schlägt eine gute erste Aufgabe vor.
Windows: Installation innerhalb von WSL2
Einen nativen Windows-Build gibt es nicht. Metas Installer zielt auf macOS und Linux, und Entwickler, die ihn in der PowerShell ausprobieren, berichten, dass er schlicht den Dienst verweigert. Der funktionierende Weg führt über das Windows-Subsystem für Linux, das dir unter Windows 10 oder 11 eine echte Linux-Umgebung bereitstellt:
- Öffne die PowerShell als Administrator und führe
wsl --installaus. Das installiert WSL2, standardmäßig mit Ubuntu. Starte neu, wenn du dazu aufgefordert wirst. - Starte Ubuntu über das Startmenü und lege deinen Linux-Benutzer an.
- Stell sicher, dass das Nötigste vorhanden ist:
sudo apt update && sudo apt install -y curl git. - Führe den Muse-Code-Installer im Ubuntu-Terminal aus — dieselbe
curl … | bash-Zeile wie oben. - Leg deine Repositories im Linux-Dateisystem ab, zum Beispiel unter
~/code, und nicht unter/mnt/c. Muse Code liest und schreibt sehr viele Dateien, und der Zugriff über die Grenze zwischen Windows und Linux hinweg ist deutlich langsamer.
Falls die Browser-Anmeldung aus WSL heraus nicht erscheint, nimm stattdessen einen API-Key: Erzeuge ihn im Model-API-Dashboard und setze MODEL_API_KEY in deinem Linux-Shell-Profil.
VS Code, JetBrains und die Frage nach der „Desktop-App“
Meta liefert für Muse Code weder eine Desktop-App noch eine IDE noch eine offizielle Editor-Erweiterung. Das heißt aber nicht, dass du auf deinen Editor verzichten musst:
- VS Code: Starte
museim integrierten Terminal. Unter Windows installierst du die WSL-Erweiterung von Microsoft und öffnest deinen Projektordner in WSL — dann wird das integrierte Terminal zur Linux-Shell, in der Muse Code ganz normal funktioniert. - Zed und JetBrains-IDEs: Community-Projekte binden Muse Code in Editoren ein, die das Agent Client Protocol (ACP) sprechen. Sie sind inoffiziell — prüf, was sie wohin schicken, bevor du eines davon auf privaten Code loslässt.
Sei vorsichtig bei allem, was als „Muse Code Desktop-App“ oder als Download „Muse Code für Windows“ beworben wird. Nichts davon stammt von Meta; das Installationsskript oben ist der einzige offizielle Vertriebsweg.
Auf dem neuesten Stand bleiben
Metas Dokumentation zeigt den Installer und sonst nichts. Schau also in muse --help nach, welche Befehle deine Version unterstützt, und verfolge neue Releases in unserem Changelog. Muse Code hat die Beta am 31. August 2026 verlassen und zwei Tage später auf das Modell Muse Spark 1.3 umgestellt — eine aktuelle Installation bekommt beides.
Dann entscheide, wie du bezahlst
Die Installation ist kostenlos, die Nutzung von Muse Code nicht. Du kannst ein Monatsabo abschließen — Everyday Usage für 5 $, High Usage für 15 $ oder Power Usage für 50 $ — oder auf das Abo verzichten und pro Token über die Meta Model API bezahlen. Die Preisseite vergleicht beide Wege und enthält einen Kostenrechner.