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Muse Code herunterladen und installieren: Anleitung für macOS, Linux und Windows

Eine Desktop-App zum Herunterladen gibt es für Muse Code nicht — installiert wird auf jeder Plattform mit einem einzigen Terminalbefehl, unter Windows mit einem nativen PowerShell-Installer. So installierst du Muse Code auf dem Mac, unter Linux oder unter Windows (nativ oder per WSL2), hältst es aktuell, behebst typische Installationsfehler und deinstallierst es wieder.

#install#windows#wsl#getting-started#cli

Der „Download“ ist ein einziger Befehl

Wer nach einem Muse-Code-Download sucht, erwartet eine .dmg, eine .exe oder eine Seite im App Store. So etwas gibt es nicht. Muse Code ist ein Kommandozeilenprogramm, und der offizielle Weg dorthin ist Metas Installationsskript. Unter macOS und Linux:

curl -fsSL https://dev.meta.ai/install.sh | sh

Unter Windows, in der PowerShell:

irm https://dev.meta.ai/install.ps1 | iex

Beide Skripte legen ein muse-Binary in deinen PATH; muse --version bestätigt, dass es geklappt hat. Wenn du ein Remote-Skript nicht direkt in deine Shell pipen willst, lade es zuerst herunter (zum Beispiel mit curl -fsSL https://dev.meta.ai/install.sh -o install.sh), lies es und führe es dann aus. Mehr steckt auf keiner unterstützten Plattform hinter dem Download — was sich ändert, ist nur, wo du den Befehl ausführst.

macOS und Linux

Auf einem Mac oder einem Linux-Rechner öffnest du ein Terminal und führst den curl-Befehl oben aus. Zwei Dinge solltest du vor der ersten Session wissen:

  • Wenn muse nach der Installation nicht gefunden wird, öffne ein neues Terminalfenster, damit deine Shell den PATH neu einliest.
  • Beim ersten Start meldest du dich an. Wenn du muse in einem Projektverzeichnis startest, öffnet sich dein Browser zur Anmeldung auf dev.meta.ai mit einem Meta-Developer-Account. Die Zugangsdaten werden gecacht, du musst das also nicht in jeder Session wiederholen. Auf Servern, CI-Runnern und anderen Headless-Maschinen lässt du den Browser weg: Erzeuge im Model-API-Dashboard einen Key und exportiere ihn als META_API_KEY oder speichere ihn einmalig mit muse auth set.

Danach wechselst du per cd in ein Git-Repository und startest muse. Unser Einstiegsguide schlägt eine gute erste Aufgabe vor.

Windows: der native PowerShell-Installer

Als dieser Guide erschien, gab es keinen nativen Windows-Build, und WSL2 war der einzige Weg. Das hat sich geändert: Metas Dokumentation führt inzwischen einen nativen Windows-Installer. Wann er aufgetaucht ist, hat Meta nicht bekannt gegeben (ein Guide eines Drittanbieters beschrieb ihn bereits am 22. September 2026), aber heute ist er der offizielle Weg.

Öffne die PowerShell und führe aus:

irm https://dev.meta.ai/install.ps1 | iex

Öffne danach ein neues PowerShell-Fenster, prüf muse --version und starte muse in einem Git-Repository. Ganz identisch mit den anderen Plattformen ist Muse Code unter Windows allerdings nicht — Meta nennt diese Unterschiede:

  • PowerShell statt Bash. Der Agent führt seine Befehle in der PowerShell aus. Skripte und Einzeiler, die er für dein Projekt schreibt, sind also PowerShell, nicht Bash.
  • Eine UAC-Abfrage beim ersten Sandbox-Start. Wenn die Sandbox zum ersten Mal initialisiert wird, fragt Windows unter Umständen nach einer Berechtigung. Das ist so gewollt.
  • Keine Spracheingabe. Voice steht unter Windows nicht zur Verfügung.
  • Kein Messaging zwischen Sessions. Sessions können sich unter Windows keine Nachrichten schicken; diese Funktion gibt es nur unter macOS und Linux.

Die Alternative unter Windows: Wann WSL2 die bessere Wahl ist

WSL2 funktioniert weiterhin — es ist Linux, Muse Code verhält sich dort also genau wie auf einem Linux-Rechner. Nimm diesen Weg, wenn die Tools deines Projekts Bash voraussetzen, wenn die Skripte deines Teams für Linux geschrieben sind oder wenn du Messaging zwischen Sessions brauchst. Das Windows-Subsystem für Linux stellt dir unter Windows 10 oder 11 eine echte Linux-Umgebung bereit:

  1. Öffne die PowerShell als Administrator und führe wsl --install aus. Das installiert WSL2, standardmäßig mit Ubuntu. Starte neu, wenn du dazu aufgefordert wirst.
  2. Starte Ubuntu über das Startmenü und lege deinen Linux-Benutzer an.
  3. Stell sicher, dass das Nötigste vorhanden ist: sudo apt update && sudo apt install -y curl git.
  4. Führe im Ubuntu-Terminal den Installer für macOS/Linux aus — dieselbe curl … | sh-Zeile wie oben, nicht die PowerShell-Variante.
  5. Leg deine Repositories im Linux-Dateisystem ab, zum Beispiel unter ~/code, und nicht unter /mnt/c. Muse Code liest und schreibt sehr viele Dateien, und der Zugriff über die Grenze zwischen Windows und Linux hinweg ist deutlich langsamer.

Falls die Browser-Anmeldung aus WSL heraus nicht erscheint, nimm stattdessen einen API-Key: Erzeuge ihn im Model-API-Dashboard und setze entweder META_API_KEY in deinem Linux-Shell-Profil oder hinterlege ihn mit muse auth set.

VS Code, JetBrains und die Frage nach der „Desktop-App“

Meta liefert für Muse Code nach wie vor weder eine Desktop-App noch eine IDE noch eine offizielle Editor-Erweiterung. Das heißt aber nicht, dass du auf deinen Editor verzichten musst:

  • VS Code: Starte muse im integrierten Terminal. Mit dem nativen Installer klappt das unter Windows direkt in einem PowerShell-Terminal. Die WSL-Erweiterung von Microsoft brauchst du nur, wenn du dich für WSL2 entschieden hast: Öffne deinen Projektordner in WSL, dann wird das integrierte Terminal zur Linux-Shell, in der Muse Code ganz normal funktioniert.
  • Zed und JetBrains-IDEs: Community-Projekte binden Muse Code in Editoren ein, die das Agent Client Protocol (ACP) sprechen. Sie sind inoffiziell — prüf, was sie wohin schicken, bevor du eines davon auf privaten Code loslässt.

Sei vorsichtig bei allem, was als „Muse Code Desktop-App“ oder als eigenständiger Download „Muse Code für Windows“ beworben wird. Nichts davon stammt von Meta; die beiden Installationsskripte oben sind der einzige offizielle Vertriebsweg. (Microsoft hat am 7. Oktober angekündigt, dass Metas Consumer-Agent Muse als native App auf Windows kommt — das ist Muse, nicht Muse Code.)

Muse Code aktualisieren

Normalerweise musst du dafür nichts tun: Muse Code aktualisiert sich selbst. Der Installer richtet einen kleinen Launcher ein, der das eigentliche Binary aktuell hält, und seit CLI 1.4.11 macht eine Session, die während eines Auto-Updates offen war, danach mitsamt ihrem Verlauf weiter. Welche Version du hast, verrät muse --version — vergleich das mit unserem Changelog; die Release Notes zu 1.4 decken die aktuelle Reihe ab. Willst du sofort den neuesten Build, führ einfach denselben Installationsbefehl noch einmal aus; er ersetzt die vorhandene Installation.

Einen Paketmanager, den du synchron halten müsstest, gibt es ebenfalls nicht. Meta veröffentlicht für die CLI weder eine Homebrew-Formel noch ein npm- oder winget-Paket — das Paket @muse-code/sdk auf npm ist das SDK, mit dem du eigene Agenten baust, nicht Muse Code selbst.

Typische Installationsprobleme beheben

  • muse: command not found nach der Installation. Öffne ein neues Terminal, damit deine Shell den PATH neu einliest. Unter macOS und Linux trägt der Installer ~/.local/bin in dein Shell-Profil ein; nutzt du eine ungewöhnliche Shell, nimm das Verzeichnis selbst in den PATH auf.
  • Unter Linux schlägt jeder Shell-Befehl fehl. Die Linux-Sandbox stützt sich auf ein mitgeliefertes bubblewrap-Hilfsprogramm. Fehlt ein funktionierendes — etwa bei musl-basierten Distributionen wie Alpine, die ohne es auskommen —, verweigert Muse Code Shell-Befehle, statt sie ohne Sandbox auszuführen. Nimm eine glibc-Distribution oder einen entsprechenden Container.
  • Eine Berechtigungsabfrage unter Windows beim ersten Start. Die Windows-Sandbox kann bei ihrer ersten Initialisierung eine Administratorfreigabe (UAC) verlangen. Danach musst du Muse Code nicht als Administrator ausführen.
  • Firmenproxys und abgeschottete Netzwerke. Lade das Skript zuerst mit -o install.sh herunter, damit du siehst, welche Hosts es kontaktiert, und bitte dann dein Netzwerkteam, diese freizugeben.

Muse Code deinstallieren

Einen Deinstallationsbefehl dokumentiert Meta nicht, du entfernst Muse Code also von Hand. Unter macOS und Linux legt der Installer einen muse-Launcher und versionierte muse-bin-*-Dateien in ~/.local/bin ab; lösch diese, und entferne zusätzlich ~/.config/muse/, wenn auch deine Einstellungen weg sollen. Unter Windows zeigt dir Get-Command muse in der PowerShell, wo das Binary liegt — das löschst du dann. Zwei Dinge erledigt die Deinstallation nicht: Sie kündigt kein Abo — das machst du unter „Subscriptions“ in Metas Accounts Center —, und sie löscht keine Projektdateien, die Muse Code in deine Repositories geschrieben hat, etwa AGENTS.md, .agents/ und .muse/.

Dann entscheide, wie du bezahlst

Die Installation ist kostenlos, die Nutzung von Muse Code nicht. Du kannst ein Monatsabo abschließen — Everyday Usage für 5 $, High Usage für 15 $, Power Usage für 50 $ oder Maximum Usage für 200 $ — oder auf das Abo verzichten und pro Token über die Meta Model API bezahlen. Die Preisseite vergleicht beide Wege und enthält einen Kostenrechner.

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