GUIDE· 4 Min. Lesezeit

Neu in Muse Code 1.4: natives Windows, /model, Skill-Import und mehr

Die Versionsreihe 1.4 der Muse-Code-CLI hat einen nativen Windows-Installer gebracht, direkten Modellwechsel, den Import von Claude- und Codex-Skills, neue Bild- und Videofunktionen sowie unauffälligere Fixes am Contributor-Modus und an der Sandbox. Was sich geändert hat, sortiert danach, was du tatsächlich nutzt.

#changelog#cli#windows#skills#plugins#enterprise

Zuerst: Version prüfen

Metas offizieller Changelog führt die Releases von Muse Code nach Versionsnummer, aber ohne Datum. Auf der Seite siehst du also nicht, wann ein Feature bei dir angekommen ist. Verlässlich prüfen kannst du das nur an deiner eigenen Installation:

muse --version

Liegst du unter 1.4.10, aktualisiere. Metas Docs zeigen nur den Installer, der einfachste Weg ist also, ihn für deine Plattform erneut auszuführen (siehe nächster Abschnitt). Dieser Guide deckt 1.4.2 bis 1.4.10 ab und sortiert die Änderungen nach Thema statt nach Release. Bei jedem Punkt steht die Version dabei, damit du siehst, ob du ihn schon hast.

Windows installiert jetzt nativ

Zum Start hieß Muse Code unter Windows: WSL2. Das stimmt nicht mehr, und unsere Installationsanleitung behandelt inzwischen beide Wege. Metas Docs zeigen jetzt einen nativen PowerShell-Installer:

irm https://dev.meta.ai/install.ps1 | iex

Unter macOS und Linux bleibt der Befehl unverändert: curl -fsSL https://dev.meta.ai/install.sh | sh. Wann der Windows-Installer aufgetaucht ist, hat Meta nicht bekannt gegeben; ein Guide eines Drittanbieters beschrieb ihn bereits am 22. September 2026.

Natives Windows hat ein paar Unterschiede, die du kennen solltest:

  • Der Agent führt Befehle in der PowerShell aus statt in Bash.
  • Die Sandbox kann beim ersten Initialisieren eine UAC-Abfrage auslösen.
  • Spracheingabe ist nicht verfügbar.
  • Messaging zwischen Sessions ist nicht verfügbar; es funktioniert nur unter macOS und Linux.

WSL2 funktioniert weiterhin, denn es ist Linux. Bleib dabei, wenn du auf Bash-Tooling oder Messaging zwischen Sessions angewiesen bist. Eine Desktop-App und eine offizielle VS-Code-Erweiterung gibt es nach wie vor nicht.

Modelle und /model

  • 1.4.5: /model <model-id> wechselt direkt, zum Beispiel /model muse-wonder-1.0, ohne die Auswahl zu öffnen. Das ist wichtiger geworden, seit es Muse Wonder gibt.
  • 1.4.7: Die Auswahl unter /models hat einen Schritt für die Reasoning-Stufe bekommen.
  • 1.4.4: -c key=value überschreibt einen Konfigurationswert für einen einzelnen Lauf — praktisch, um eine andere Einstellung auszuprobieren, ohne deine Konfigurationsdatei anzufassen.

Sessions und Resume

  • 1.4.3: /resume <id-or-name> öffnet eine bestimmte Session wieder.
  • 1.4.5: Sessions bekommen automatisch Namen, sodass /resume per Name tatsächlich praktikabel wird.
  • 1.4.7: /goal cancel und /goal stop beenden ein laufendes Ziel.
  • 1.4.8: Du kannst Subagenten live bei der Arbeit zusehen.
  • 1.4.2: Bash-Befehle im Hintergrund liefern eine Work ID zurück, auf die du dich später beziehen kannst.

muse serve, das SDK und das Session-Protokoll

Wenn du Muse Code aus deinen eigenen Tools heraus steuerst statt im Terminal, ist hier der Großteil der 1.4-Arbeit gelandet:

  • 1.4.2: muse serve akzeptiert mehrere Workspace-Roots und nimmt die Flags --provider und --model an. Mit demselben Release kam muse voice transcribe dazu.
  • 1.4.5: muse serve hält bis zu 256 Sessions vor.
  • 1.4.6: Plugins und Marketplaces sind über das Session-Protokoll verfügbar, und muse serve hat einen Auto-review-Reviewer bekommen.
  • 1.4.9: --disable-request-user-input verhindert, dass der Agent bei unbeaufsichtigten Läufen auf Antworten wartet, und MCP-Aufrufe enthalten jetzt die Tool-Call-ID.

Plugins, Skills und Hooks

  • 1.4.3: Die Plugin-Verwaltung ist standardmäßig aktiv.
  • 1.4.4: Die MCP-Konfiguration kann auf Umgebungsvariablen verweisen, Secrets bleiben also aus den Konfigurationsdateien heraus.
  • 1.4.5: Du kannst Claude- oder Codex-Skills importieren. Wenn du schon Skills für einen anderen Agenten gebaut hast, musst du sie nicht neu schreiben. Was Muse Code von Haus aus mitbringt, beschreibt unser Beitrag zu den mitgelieferten Skills.
  • 1.4.6: neue Hooks PostToolBatch und StopFailure.
  • 1.4.8: --preset empty startet den Agenten ohne eingebaute Tools — eine saubere Basis für eng zugeschnittene Plugins.

Bilder, Video und /blender

  • 1.4.4: Du kannst einem Turn ein Video anhängen.
  • 1.4.7: Der Agent kann Bilder erzeugen und bearbeiten, sofern ein Bildmodell verfügbar ist.
  • 1.4.10: /blender baut Referenzbilder als bearbeitbare Blender-Szenen nach, und Computer Use braucht weniger Tool-Calls.

Sicherheit und Berechtigungen

Diese Punkte überliest man in Release Notes leicht, sie sind aber wichtig:

  • 1.4.6: Der Contributor-Modus ist für Abonnenten standardmäßig an. Im Gegenzug für mehr Nutzung im Plan darf Meta deine Inhalte zum Training künftiger Modelle verwenden. Schalte ihn in /settings ab, wenn das für dich nicht in Frage kommt; dein Kontingent sinkt dann. Siehe Contributor vs. Standard.
  • 1.4.6: Freigaben für find -exec und find -delete sind sicherer geworden.
  • 1.4.8: Behoben wurde ein Bug, durch den Hintergrund-Requests auch nach dem Abschalten noch im Contributor-Modus laufen konnten. Wenn du auf einem früheren 1.4-Build ausgestiegen bist, aktualisiere.
  • 1.4.8: Berechtigungsprofile, die sich nicht durchsetzen lassen, werden beim Start abgelehnt.
  • 1.4.10: Die Sandbox kann die gespeicherte Konfiguration nicht mehr lesen oder ändern.

Enterprise-Einstellungen

  • 1.4.3: ca_bundle sowie Nutzung des System-Zertifikatsspeichers für Netzwerke hinter einem TLS-Proxy im Unternehmen.
  • 1.4.4: session_retention_days legt fest, wie lange Sessions aufbewahrt werden.

Zusammen mit der Prüfung der Berechtigungsprofile in 1.4.8 und der Sandbox-Änderung in 1.4.10 machen diese Punkte 1.4.10 zu einer sinnvollen Mindestversion für jeden verwalteten Rollout.

Solltest du aktualisieren?

Ja. Zwei der Änderungen oben sind Datenschutz- und Sicherheitsfixes (der Contributor-Bug in 1.4.8 und die Sandbox-Einschränkung in 1.4.10), und mehrere neuere Funktionen — etwa der direkte Wechsel zu Wonder per /model — setzen einen aktuellen Build voraus. Führ muse --version aus, starte den Installer erneut, wenn du hinterherhinkst, und schau mit muse --help nach, welche Befehle deine Version genau unterstützt. Unsere Changelog-Seite verfolgt neue Releases, sobald sie erscheinen. Neu dabei? Fang mit unserem Einstiegsguide an.

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